Sonntag, 19. April 2015

Abschluss des Märzkarnevals "Auf's Auge?! "

Endlich kommt sie, die Zusammenfassung inkl. meiner abschließenden Eindrücke zum letztmonatigen Karneval. Doch zuvor will ich noch auf die Übersicht zu den Beiträgen bis zum zwanzigsten März 2015 hinweisen.


Auf Los gehts los:

D6Ideas war wieder fleißig und stellt in Unknown Mobile Suit - Big Fan ein neues Kampf-Hovercraft vor, das seine Existenz der Suche nach passenden Modellfiguren für das Unknown-Mobile-Suit-Projekt verdankt.
Mit Unknown Mobile Suit – Visueller Charakterbogen stellt das Blog dann den Bau eines dazu passenden Charakterbogens vor.


In Drei Punkte für zwei Augen beleuchtet Würfelheld dann das Hobby aus der Sicht einer Person mit heftiger Sehbehinderung. Ein, wie ich finde sehr ungewöhnlicher Text, der wirklich nochmal zum Nachdenken bringt.


Mit einem magischen Gegenstand (mit mehreren Fadenrängen) für Earthdawn sammt Illustration wartet Spiele im Kopf in dem Beitrag Die Brille des Tull-Hammu auf. Außerdem ist das magische Ding selbst eine nette Anspielung auf das Karnevals-Thema.


Auf die Ohren gibt Greifenklaue, der sich einmal mit Glorian und das andere Mal mit Christophorus zusammentut, um sich per Podcast der Diskussion aller(!!) inspirativen Vorschläge zum Thema aus der Karnevalseröffnung zu widmen:
GKpod #41 - Aufs Auge I
GKpod #42 - Aufs Auge II

Im dritten Hörbeitrag GKpod #43 – Auf`s Auge III mit Smaragdspitze (Pathfinder) geht es schließlich um das PF-Produkt "Die Samargadspitze" und wie es mit Zusatzkram noch aufgewertet werden kann.


Teilzeithelden beschäftigt sich hingegen mit einem innovativen Spielhilfsmittel und stellt mit Das Noteboard – unscheinbare Faltmacht dessen vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten vor.


Ackerknecht zeigt im Projekt Visualisierung was man in Musterbeuteln voller Spielmaterial drin ist und was man damit anstellen kann.


Moritz spricht Von der Seifenkiste herab an, welche 10 Illustratoren für ihn Rollenspiel ausmachen und warum. Cool! Eigentlich hätte ich auch noch was zu Illustrationen und Rollenspiel schreiben wollen.


Tagschatten hat das getan und präsentiert zehn für ihn Bedeutsame Cover. Auch das finde ich sehr schön. Es heißt zwar immer "don't judge a book by its cover", aber die Realität sieht einfach anders aus.


... und dann gibt es noch Tarins Diskussions-Thema im RSP-Blogs-Forum um die Darstellung antropomorpher Tiere in entsprechenden Rollenspielsettings. 


Außerdem ist noch eine ganze 
Reihe an Nachträgen zum März-Karneval entstanden:

Zunächst stellt Wellentänzer im Tanelorn-Forum fest: DSA ist unbemerkt im Rollenspiel-Olymp. Er begründet das vor allem durch stark verbesserte Abenteuer und Kampagnen, die für das Spielsystem in jüngerer Zeit herausgebracht wurden. Der Bezug zum Karneval-Thema ist ... mehr Wortspielerei als alles andere. ;-)

Auch die Mehrzahl meiner eigenen Beiträge kam verspätet. Guided by History 
und Guided by History II zeigen meine (schon etwas älteren) Bastelarbeiten für WFRP2nd. Im ersten Beitrag gehe ich dabei auf den Bau meines Spielleiterschirmes. Die im zweiten Text präsentierten Sachen haben die Spieler zur Zielgruppe. Es handelt sich dabei um mein neuestes Charakterbogen-Modell und um ein Zauberbuch für Spieler. Wealth won't save your soul
ersetzt alte Tempel- und Schreinzeichnungen durch Neue.

Material zum Aufhübschen von Fanarbeiten für Splittermond bringt Meisterperson mit Splittermond-Fanpaket Layoutvorlage mit Videotutorial.



Abschlussgedanken zu "Auf's Auge?!":

In insgesamt 28 Beiträgen ist eine Menge an unterschiedlichen Gedanken und Ideen zusammengekommen. Die Tendenz zu persönlichen Themen - "das ist mir wichtig", "so mache ich das" - hat sich auch nach dem 20.März fortgesetzt, was ich sehr schön finde. Dass damit die universelle Einsetzbarkeit der präsentierten Spielmaterialien vielleicht etwas zu kurz kommt, finde ich keineswegs schlimm. Die Basteltipps nämlich sowie theoretische und methodische Überlegungen sind allgemein anwendbar.

Ansonsten war auffällig, dass der Karneval eher langsam anlief. Zwölf der 28 Beiträge erschienen bis zum 20.März. Im Gegenzug entstanden auch noch bis weit in den April hinein Texte zu "Auf's Auge!?!" - inklusive dieses Abschlussberichts. Vermutlich lässt sich die "Verschiebung" insbesondere duch die außerordentlich zahlreiche Teilnahme am Februar-Karneval erklären. Auch Ostern könnte ein Grund sein. Und trotzdem blieb eine Reihe an Ideen und Themen, die der einen oder dem anderen Blogger im Kopf war/ist ohne Beitrag. (Was auch mir selbst so ging.) Ich bin mir sicher: Das Thema "Visualisierung" ist noch längst nicht durch, auch wenn der Karneval vorbei ist. 


Hier nochmal der Karnveal als Übersicht:
Eröffnungsbeitrag
Zwischenstand
Abschluss (dieser Beitrag)

Kommentare und Diskussionen: Im RSP-Blogs-Forum. (Zum Einloggen ist keine reguläre Registrierung erforderlich.)

Samstag, 11. April 2015

WFRP2 - Wealth Won't Save Your Soul

Da mir die alten Versionen nicht mehr gefallen haben, habe ich flugs zwei neue auf's Papier gekritzelt. Wie die Originale sind die Bilder ... so nebenher entstanden. Gedacht sind die Bilder, um sie im Spiel kurz! den Spielern zu zeigen oder als Grundlage für eine Beschreibung durch den SL. Mehr sollen sie nicht leisten. Was die Bilder darstellen sollen, ist im Bild selbst notiert.


Und neu mit von der Partie:



Donnerstag, 9. April 2015

[Karneval-Nachtrag 3/15] Guided By History II

Um den vorherigen Beitrag nicht zu lang werden zu lassen, habe ich entschieden: Ich mach zwei draus. Hier will ich meinen neuesten WFRP-2-Charakterbogen und die Zauberbücher vorstellen.

Was soll ich sagen: Ich war - mal wieder - mit dem Vorgängermodell (gibt's auch hier zum Runterladen) unzufrieden. Der Grund: Zweieinhalb Seiten sind einfach eine halbe Seite zu viel! So nett die Idee mit der halben Seite für Notizen auch ist: Mehr als ein Blatt Charakterbogen finde ich mittlerweile einfach doof, nervig ... ihr wisst, was ich meine.

Für die neue Version habe ich Transparentpapier genommen. Aus dem einfachen Grund: Ich kann alles, was mir am alten Bogen gefallen hat unkompliziert mit dem Tuschestift abpausen. Alles, was mir dagegen nicht gefallen hat, weglassen. Außerdem verfüge ich die ganze Zeit über den Überblick darüber, wie viel Platz ich - im Verhältnis zum alten Bogen - noch habe.
Würde ich - wenn ich weiter Bögen per Hand machen wollte - jederzeit wieder so machen. Für digital erstellte Bögen nehme ich mitlerweile am liebsten den Publisher von "Kleinweich". Der ist recht unkompliziert in der Bedienung und ich kann die Einzelteile so hin- und herschieben, wie ich das brauche. Kann sein, dass ich da noch irgendwo einen digitalen Bogen für Crypts & Things habe. Ich vermute jedoch, dass ich den damals zu speichern vergessen habe.

Wie dem auch sei .. Hier ein Blick auf den (auch nicht mehr soo) neuen Warhammer-Bogen:

 
Ich denke ich werde den bald mal hochladen.

Was ist an dem Bogen nun anders? Naja: Die Vorderseite ist fast gleich geblieben. Da sind immer noch Hintergrundinfos, Karriere, sowie Profilwerte, Fertigkeiten und Talente festgehalten. Also alles, was man im "erzählerischen" Teil braucht. Auf der Rückseite befindet sich alles, was für Kampf, Bewegung und Einkaufen nötig ist. Heißt: Beide Seiten funktionieren für sich. Ein Hin- und Herwenden des Bogens entfällt.

Rausgefallen sind Spalten für (klerikale und arkane) Zauber. Zum einen braucht die nicht jeder und zum andern habe ich Sprüche in Spruchbüchlein ausgelagert.

Hier ein paar Bilder:






Bisher habe ich in das Büchlein nur die 10 Zauber der geringfügigen Magie eingetragen. Wenn ein Spieler eine entsprechende Lehre für seinen SC raussucht, dann wird das entsprechend ins Buch reingeschrieben.

Ich finde dieses A6-formatige Zauberbuch super: Es nimmt wenig Platz weg, ist optisch und haptisch richtig schön und schließlich ersetzt es verkümmerte Einträge auf dem Charakterbogen, das Nachschlagen im Regelwerk sowie Karteikarten, die doch nur wieder lose durch die Gegend fliegen würden.



Diskussionen zum März-Karneval: im RSP-Blogs-Forum.


... die Zusammenfassung der März-Karnevals habe ich nicht vergessen. Ich hoffe, dass ich das bis mitte diesen Monats hinbekomme.

[Karneval-Nachtrag 3/15] Guided By History

Was ich schon längst hätte tun wollen, hole ich nun nach: Die Vorstellung der Hilfsmittel, die ich für WFRP 2 zusammengebastelt habe. Beginnen möchte ich mit dem Spielleiterschirm.

Die Grundlage besteht aus 2x "Schreibmappe mit Gelstift" zu je 2,99 €, die es damals bei einem Billigladen (mit 3 Buchstaben) gab. Besonders cool ist, dass die ca. A$ große Mappe eigentlich nix weiter ist, als ein richtig stabiler Hardcover-Einband, in das ein Blanko-Block reingelegt ist. Dazu gibt es noch eine Schlaufe in der ein Gelstift steckt.

Für den Warhammer-Schirm habe ich das Piraten-Motiv verwendet. Das hier ist das Motiv "Fußball", das ich noch übrig habe:




 Die beiden Mappen habe ich dann mit weißem Buchbinder-Tape zusammengeklebt und auf der Vorderseite mit Bildern versehen. Die Bilder rechts und links sind ganzseitige Illustrationen, die ich aus alten White Dwarfs rausgetrennt habe und das mittlere stammt vom GM-Toolkit, dessen beiliegender SL-Schirm mich nicht überzeugen konnte. Das Ganze schaut dann so aus:


Auf der Innenseite befinden sich dann meine SL-Tabellen, die ich hier  hier zum Runterladen freigegeben habe. Der erste Seite hat eine Klarsicht-Aktenhülle eingefügt, um die Tabellen/SL-Hinweise, die ich seltener brauche parat zu haben. Im PDF-Dokument sind das die Seiten 4 und 5.
Das sieht dann so aus:



Hier mit Sicht auf S.1:

Heute würde ich wahscheinlich einen A4-Briefumschlag statt der Klarsichtfolie nehmen, den an der Seite öffnen und oben zukleben. Auf den Briefumschlag würde dann die Seite 1 geklebt werden und die beiden übrigen Seiten kämen in den Briefumschlag.

Als ich damals mit dem Schirm angefangen habe, war mir aber wichtig alles reversibel zu halten. Das heißt: Zunächst waren die beiden Mappen/Kartons gar nicht durch ein Buchbinder-Klebeband verbunden. Die SL-"Tabellen" wurden nur mit Tesa eingeklebt, um die Seiten leicht austauschbar zu halten. Das war durchaus sinnvoll, weil ich die Seiten tatsächlich mehrmals überarbeitet, neu zusammengeklebt, ... habe. Mittlerweile ist der Schirm (also die 3 sichtbaren Seiten) auf einem Stand, der wahrscheinlich keine Veränderungen mehr braucht. Aber wer weiß. Was die Bilder angeht: Die würde ich wohl heute nicht mehr auswählen. Ich werde sie aber trotzdem nicht überkleben. Einfach deswegen, weil sie den optischen Stil von WFRP2 ganz gut vermitteln.

Diskussionen zum März-Karneval: im RSP-Blogs-Forum.
Ebenfalls einen sehr coolen SL-Schirm hat Arne auf Fallschaden präsentiert.

Freitag, 20. März 2015

[Karneval] Auf's Auge?! - Zwischenstand

Eigentlich sollte der Beitrag schon mitte der Woche online gehen. Leider habe ich da nicht die Ruhe gefunden mich dem Karneval zu widmen.


Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben und deswegen kommt hier der Zwischenstand:


6d6ideas stellt im Beitrag Visuelles Paradox die Überlegung an, dass Rollenspiel nicht durch Spielmaterial begrenzt ist, sondern darüber hinauswächst. Das soll aber gerade nicht eine Limitierung des Spielmaterials bedeuten sondern ein freies Experimentieren damit. 

Im zweiten Beitrag Paradoxe Visualität folgt dann Lobgesang auf Public Domain Bilder - gerade in Bezug auf Settingbasteleien. 


Clawdeen Spielt kommt mit der tollen Idee "das Auge isst auch mit" an und präsentiert in Auf’s Auge! … mit der Winterkönigin ein Rezept, das zur Verwendung mit dem Pathfinder-Abenteuerpfad Die Winterkönigin/Reign of Winter gedacht ist.


Zeitzeugin lässt in Den Rollenspielchar zeichnen lassen die Leserschaft Anteil haben an der Enstehung einer Charakterzeichnung.


Tarin vom Goblinbau bringt zwei alte Beiträge ein. Bemerkenswert ist dabei jeweils der eigene Rollo-biographische Bezug. So geht es in Gucken und Anfassen: Von Pöppeln und Krempel um die Angst, dass Hilfsmittel das Spiel kaputt machen können und die Feststellung, dass das Gegenteil der Fall ist. 

Wider der Grafikhurerei in fantastischen Landen dagegen widmet sich der Qualität von Illustrationen in Rollenspielprodukten und stellt die Frage, was "gutes Artwork" ausmacht.
[Anm./Notiz an mich: Da mir das Thema der Illus in RSP-Publikationen auch sehr am Herzen liegt, sollte ich vielleicht noch eine Antwort dazu schreiben. Nach dem Motto: "Bitte mit Ecken und Kanten!"]


Gemeinsamer Vorstellungsraum und Visualisierung ist das Thema von ChaosAmSpieltisch. Der Autor diskutiert am Beispiel von Bildern und Battle-Mat die Vorzüge und Verwirrunungen dieser Hilfsmittel und welche Auswirkungen sie auf die gemeinsame Vorstellung haben können.


Fallschaden beginnt seinen Beitrag Mehr ist mehr: Gedankenbilder und mein SL-Schirm mit der der Problematik der nicht kommunizierten Vorstellung. Darauf folgt das Geständnis, dass ihn Regeldiskussionen aus der Welt der Imagination rausschmeißen. Da das gerade auf SL-Seite von besonderer Relevanz ist, wechselt der Schreiber dann auf das Thema "SL-Schirm" und stellt uns seinen Stahlblech-Schirm vor.


Die Teilzeithelden bringen mit Wenn’s mal wieder länger dauert – Tipps zum schnelleren Würfeln einen Beitrag ein, der sich dem Hilfsmittel des Rollenspiels schlechthin befasst: Dem Würfel, bzw. seinen digitalen Gegenstücken.


Mit Auf`s Auge für die Ohren präsentiert Greifenklaue eine Sammlung von Podcasts, die sich verschiedenen Aspekten von Visualisierung im Rollenspiel gewidmet haben. Außerdem darf man gespannt sein auf Gleifenklaues & Glorians neuen Podcast-Beitrag, der aber noch in Bearbeitung ist.


Premiere beim Karneval feiert Dütt & Datt -Thorsten aus Kiel spiel wieder Rollenspiel mit Die Erstellung eines Charakterportraits durch eine/n Illustrator/in. Dabei geht es um die Erfahrungen des Autors mit der In-Auftraggabe einer Charakter-Illu an eine (semi-)professionelle Künstlerin. Finde ich auch ganz nützlich für Leute, die von Freunden um eine Charakterzeichnung angehauen werden. Das hilft die richtigen Fragen zu stellen.


Mein eigener Beitrag In der Halle des Bergkönigs beschäftigt sich mit dem Labyrinth-Lord-Abenteuer Die Festung des Bergkönigs von Moritz Mehlem und meinen Bastelarbeiten dazu. Darin kommt auch das Problem des Kartenzeichnens in v.a. Old-School-Spielen zur Sprache. Ergänzt wird das Ganze um ein Lob von Bildern, die skizzenhaft die Imagination der Spieler unterstützen.


Nach 2/3 der Zeit möchte ich ein kurzes Zwischenfazit ziehen:

Auf's Auge?!
Bislang hält sich die Zahl der Beiträge zum März-Karneval - gerade im Vergleich zum fulminanten
Vormonat - in Grenzen. Andererseits sind die bisherigen Beiträge wohl überlegt und schön ausformuliert worden. Besonders gefallen mir zwei Dinge: Ich habe wirklich das Gefühl mit Gewinn anderen Hobbyisten über die Schulter schauen zu können. Und: In vielen Texten sind biographische Bezüge drin, die den Beiträgen nochmal eine ganz besondere Nachvollziehbarkeit und Authentizität verleihen. Toll!

Auf die nächsten 11 Tage! 
Ich bin sicher, da kommen noch einige gute Sachen.




PS.: Bestimmt habe ich Beiträge übersehen. Falls das eueren Beitrag betrifft oder wenn ihr darauf stoßt: Bitte in die Kommentare hier oder bei RSP-Blogs. Es wird dann nachgetragen.

Diskussionen und Kommentare zu den Beiträgen könnt ihr entweder auf den Blogs der Teilnehmer oder im RSP-Blogs-Forum (obiger Link) loswerden. Der Eingangsbeitrag zum März-Karneval findet sich hier.

Donnerstag, 19. März 2015

[Karneval März '15] In der Halle des Bergkönigs

Hier ist er endlich mein (erster) Beitrag zum März-Karneval "Auf's Auge?!" Die Diskussion dazu findet sich im RSP-Blogs-Forum.

Nachdem meine ersten Versuche mit OSR-Spiel (muss 2007 oder 2008 mit der Roten Box und dem Abenteuer Palast der Silberprinzessin gewesen sein) nicht so waren, wie ich mir das vorgestellt hatte, musste was anders werden. Der erste Schritt war zufällige Monsterbegegnungen wegzulassen, bzw. die Listen anzupassen und nur da/dann zu würfeln, wo/wenn eine Begegnung Sinn macht.   


Anno 2009 habe ich dann für das LabLord-Abenteuer Der Festung des Bergkönigs von Moritz sog. "Dungeon-Tiles" gebastelt. Der Grund dafür war meine Unzufriedenheit mit dem Kartenzeichnen. Im OSR-Spiel hat ja üblicherweise eine Spielerin oder ein Spieler die Aufgabe den Grundriss mitzuzeichnen. Jedenfalls dann, wenn sich die Gruppe im Dungeon befindet. In diesen Spielplan soll dann alles eingetragen werden, was die Spielenden mit ihren SC entdeckt haben und was sie für relevant halten. Das ist dann ihr Orientierungsplan. Wenn der grobe Fehler enthält, wie, dass eine Falle, die sie entdeckt aber nicht entschärft haben, vergessen wurde einzutragen oder Abzweigungen falsch sind, dann kann das unangenehme Konsequenzen haben.

Nur hatte ich als SL keine Lust die Räume so akribisch mit Längenmaßen zu beschreiben, dass der Kartograph gut mitzeichnen kann. Fand ich frickelig, langweilig und aufwändig. Deswegen bin ich dazu übergegangen zuerst den Raum generell zu beschrieben. Wie er aussieht, was sofort auffällt, wie groß er ungefähr ist. Funktional und stimmungsvoll, so dass die Spieler einen groben Eindruck haben. Dann habe ich das jeweilige Dungeon-Tile ausgepackt, sodass der Kartograph es abzeichnen konnte und die Gruppe die Verantwortung für die Richtigkeit der Karte übernehmen konnte. 


Auf den Tiles habe ich die Gruppe dann durch einen Holzspielfigur repräsentiert. Wenn Gruppe sich  teilte: Eine zweite Holzfigur. Das Ganze ist natürlich nicht maßstabsgetreu, aber es hilft den Überblick zu behalten. Auch habe ich nie mehr als 2 oder 3 Tiles gleichzeitig auf den Tisch gelegt, sodass die Spielerkarte als Werkzeug für die Gruppe auch Sinn macht.

Die "Tiles" habe ich damals auch mit dem Hintergedanken erstellt, sie für andere Dungeon-Abenteuer wiederzuverwenden.

Kurz zu den Tiles selbst: Das ist einfach Zoll-Papier auf Wellpappe geklebt und mit dem Cutter ausgeschnitten. Mit verschiedenfarbigen Eddings wurden die wichtigsten Sachen aufgemalt (Wasser, Türen, Statuen).


Zu Die Festung des Bergkönigs gibt es noch als Spielerfahrung zu sagen:

Eine Spielerin hatte damals einen abgerichteten Hund namens "Labertasche" dabei. Der wurde durch ein Teil aus der Knabberbox, das 4 Extremitäten hatte, abgebildet. Als wir den ersten Spieleabend beendeten (wir haben für die Festung 2 Abende gebraucht) und uns ans Aufräumen machten, habe ich mit das Knabberstückchen geschnappt und aufgegessen. Mit dem Ergebnis: Entsetzte Spieleraugen! Nach kurzer Verwirrung löste sich die Situation in Gelächter auf. Der Hund war natürlich nicht tot. ;-)

Kurz: Süß- oder Kabberkram ist keine so tolle Idee, um irgendwas im Rollenspiel zu visualisieren.



Blick von Larm aus in Richtung Bergfeste
Im Nachhinein sind dann noch ein paar Zeichnungen entstanden, die wie die Tiles als Ergänzung der Beschreibung herhalten sollten. Deswegen sind die Abbildungen in  "generischen" Posen gehalten und Schwarz-Weiß. Schließlich sollen die Bilder (wie die Tiles) nicht die Vorstellung der Spieler ersetzen oder dominieren sondern unterstützen. Also: Das Bild kurz hochhalten oder durchgeben und dann wieder wegpacken. Cool ist natürlich, wenn man viele Bilder der Marke "erster Eindruck" nutzen kann.

Das Gegenteil davon sind WFRP3-Karrierekarten. Die liegen ständig vor dem Spieler und zeigen einen konkreten Charakter. Ich konnte mich nie so recht nicht von der Illu lösen, sodass die Vorstellung vom eigenen SC immer irgendwo an das jeweilige Bild gefesselt war. (Mit ein wichtiger Grund, warum ich WFRP3 nicht so mag.)

Hier noch die Bilder (die mehr so nebenher entstanden sind):
Kobold
Oger

Samstag, 28. Februar 2015

[Karneval] Wenn der Zwölf-Elf die 13 läutet ...

... dann heißt das: Tempus fugit - die Zeit flieht.


Inspiriert von Malfeas und Talasu stelle auch ich hier mal meine Liste, der 10 Rollenspiele vor, die ich unbedingt noch spielen oder leiten will, für die bisher aber noch nicht Zeit war.

Und da auch der Februar dahinschwindet,
gibt's den Beitrag erstmal als Fragment.
Er wird dann nach und nach ergänzt werden.
Wenn das Ding ganz fertig ist, dann werde ich nochmal gesondert darauf hinweisen.


1. Mutant: Year Zero

Zugegeben. Das Spiel habe ich noch nicht so lange. Bisher konnte ich es nur durchblättern und anlesen. Aber das, was ich gelesen habe: Großartig!

Und was ist M:YZ denn nun?
Die Apokalypse ist vorbei. Das Angesicht der Erde hat sich irreversibel verändert. Nach Klimaveränderung, globaler Wirtschaftskrise und zunehmenden Konfikten zwischen den alten und den aufstebenden Supermächten kam schließlich die Rote Pest. Dagegen hatte die Menschheit keine Handhabe. Es entstand Panik, ein Wettlauf um Ressourcen und schließlich erwuchs Krieg. Totaler Krieg mit Atomwaffeneinsatz ...

Die SC sind Gestrandete ohne konkrete Erinnerungen, alle unter 30. Sie leben in einer großen Gemeinschaft auf einer gestrandeten Arche. Diese kann eine alte Fähre sein oder irgendwas anderes. Das wird im Spiel gemeinsam bestimmt. Es gibt einen "alten Weisen", einzig Ü30, der die Gemeinschaft zusammenhält. Doch jetzt kann er nicht mehr. Die Vorräte werden knapp. Kinder wurden ohnehin keine geboren. Jetzt ist die Zeit für Veränderung und Entdeckung. Wenn jetzt nix passiert, dann wird die Gemeinschaft untergehen. Auf geht's: Die Suche nach dem Paradies ... oder zumindest nach einer neuen Ordnung.

Bisher schaut es so aus, als wäre M:YZ  ein regelleichtes Spiel, das aus Konzepten, die wir
  • aus Indie-Spielen (Parallelen v.a. zum hier im Blog erwähnten Urchin und ApocWorld), 
  • aus (prä-Vampire) Storytelling-Spielen (Ghostbusters, Prince Valiant) und 
  • Old School (Ressourcen-Management, "Hex-Crawl") kennen, etwas tolles Neues schafft. 

Das Interview, das Ingo (Obskures) mit dem Macher geführt hat, ist im Übrigen sehr lesenswert.


2. Renaissance Deluxe/Dark Streets

Dark Streets ist ein Settingbuch für das W100-Spiel Renaissance Deluxe. Das Regelwerk ist eine eher regelleichte Runequest/BRP-Variante, die speziell für die "Early Modern Era" entwickelt wurde. Scheint soweit gut spielbar zu sein.

Doch nun zu Dark Streets: Im edwardianischen London von 1749 verkörpern die Spieler Mitglieder der ersten semiprofessionellen Polizei-Einheit der Stadt. Die SC sind Bow Street Runners. Unter der Leitung des bekannten Autors und Beamten, Henry Fielding und seines blinden Bruders John Fielding, der Anwalt ist, versuchen sie in einer Zeit von Verstädterung, Nachkriegsarmut und beginnender Industrialisierung dem Sumpf des Verbrechens irgendwie beizukommen. (Dazu gibt es eine sehr tolle britische Fernsehserie: City of Vice. Ian McDiarmid, als Darsteller von Darth Sindious bekannt, glänzt in der Hauptrolle.)

Dark Streets fügt nun den heruntergekommen Slums und dem dekadenten Treiben der Oberschicht cthuloide Einflüsse hinzu.

Das Buch beschreibt zunächst die wichtigen Hintergrundinfos: Wirtschaftliche und politische Lage, Moden, Kunst und Kultur, Unterhaltungsetablissements, Religion, Reisen, Wissenschaft und Medizin, Wohlfahrt, Gesetz, Verbrechen und Strafe. Besonders gelungen sind die knappen Ortsbeschreibungen und die tollen (Original-)Karten von 1746. Danach folgen Charaktererschaffung, wichtige NSC und Gegner sowie Ausarbeitungen der vielzähligen Machtgruppen. Dann gibt es noch ein Kapitel, das beschreibt wie man den Mythos implementieren kann. Dafür liefert das Buch dann auch einige Hilfsmittel (Monster, Zauber, NSC ...) mit. Die letzten Kapitel bestehen aus Abenteuerideen und dem sorgfältig ausgearbeiteten Abenteuer "Gin & St.Giles".

Wer eine gute Rezension dazu lesen will, wende sich an den RPGPundit.



3. 13th Age













 
4. Mythic Russia


Das Setting des Spiels ist das Russland des 14. Jahrhunderts, das gerade im Begriff ist die mongolische, bzw. tatarische Fremdherschaft abzustreifen. Der Großfürst von Moskau wagt den Aufstand und erringt dadurch auch unter den Fürsten der Rus eine Vormachtstellung, aus der später die Zarenwürde hervorgehen wird. An seiner Seite steht das frühe russisch-orthodoxe Mönchtum. Doch auch der alt-heidnische Glaube hat seine Verbündete und Anhänger. Im einfachen Volk dagegen ist eine heidnisch-christlische Volksreligion weit verbreitet. Und natürlich sind all die Wesen der russischen Sagen, Märchen und Legenden mehr als nur Geschichten für Kinder.

Gespielt wird das ganze mit einer eigens angepassten Variante des erzählerischen Systems Heroquest von Robin D. Laws. (Das deutsche HeroWars - von dem Restbestände günstig zu erwerben sind - ist dem recht ähnlich.) Die Charaktererschaffung funktioniert über eine beschreibende Geschichte mit sog. Keywords.

5. Don't rest your head 












6. True20/Shadows of Cthulhu 













7. Warbirds 













8. FantasyCraft













9. Geist: the sin-eaters














10. FATE/Starblazer Adventures













Knapp nicht auf die Liste geschafft haben es:  
Dungeon Crawl Classics RPG und Maelstrom, die derzeit beide für LotFP geplündert werden. Deswegen will ich die momentan auch nicht separat spielen, Das wäre dann doch "too much" und recht verwirrend.